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Aachener Erklärung wird umgesetzt

Aachener Erklärung Unterzeichnung
Aachener Erklärung wird umgesetzt
Verantwortliche der polizeilichen Zentralstellen vereinbaren erste Maßnahmen.

Am 31. Oktober 2016 legten NRW-Innenminister Ralf Jäger, Bundesinnenminister Thomas de Maiziére, der Innenminister aus Belgien, der Minister für Sicherheit und Justiz der Niederlanden sowie die Innenminister der Länder Rheinland-Pfalz und Niedersachsen den Grundstein für eine intensivere grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei der Bekämpfung des Wohnungseinbruchs („Aachener Erklärung“).

Erstmalig treffen nun die Verantwortlichen der (kriminal-)polizeilichen Zentralstellen im Landeskriminalamt NRW zusammen, um die politisch vereinbarten Maßnahmenpakete in die Praxis umzusetzen. So sollen die Beteiligten insbesondere sowohl den Informationsaustausch intensivieren und gemeinsam Auswerte- und Analyseprojekte durchführen als auch operative Maßnahmen abstimmen und gemeinsam gegen Tatverdächtige ermitteln. Dass aber auch die Bürgerinnen und Bürger in einen wirkungsvollen Schutz vor Einbrechern durch eine starke Präventionsarbeit eingebunden werden müssen, versteht sich von selbst.

Die Kooperationspartner wagen sich aber auch an Ansätze, die im polizeilichen Alltag noch in den Kinderschuhen stecken. So befindet sich z. B. die Prognoseerstellung im Rahmen des Predictive Policing noch in der Forschungsphase. Der Austausch mit Verwaltungsbehörden erfolgt zumindest in Deutschland in der Regel nur in Einzelfällen. Er ist aber für das gesamtheitliche und nachhaltige Vorgehen gegen den Wohnungseinbruchdiebstahl ein grundlegender Bekämpfungsansatz. Hier können wir von unseren niederländischen Nachbarn einiges lernen, für die dieser Austausch längst zum polizeilichen Alltag gehört.

Und genau das ist es, was die Aachener Erklärung ausmacht: Alle Beteiligten sind hoch engagiert und bieten bereits ein breites Portfolio an Maßnahmen, die bestens dazu geeignet sind, um dem Wohnungseinbruchdiebstahl ganzheitlich entgegen zu treten. Also ist es nur folgerichtig, dass die Best-Practice-Modelle identifiziert werden und die Kooperationspartner Zusammenhalt und Gemeinsamkeit demonstrieren.

Im Juni 2017 treffen sich die Beteiligten erneut, um den Umsetzungsstand zu evaluieren und das weitere Vorgehen abzustimmen. Für die permanente Umsetzung der Maßnahmen sorgen inzwischen feste Ansprechpartner der beteiligten Länder und Staaten.

Foto von links nach rechts:
Gery Veldhuis, Polizeichef Einheit Limburg; Uwe Kolmey, Präsident Landeskriminalamt Niedersachsen;  Dr. Sabine Vogt, Direktorin beim BKA; Johannes Kunz, Präsident Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz; Uwe Jacob, Direktor Landeskriminalamt NRW, André Desenfants, Direktor Gerichtsbezirke Lüttich und Eupen