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Projekt SKALA (Predictive Policing in NRW) - Ergebnisse

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Projekt SKALA (Predictive Policing in NRW) - Ergebnisse
Das LKA NRW führte zum Thema Predictive Policing das Projekt SKALA (System zur Kriminalitätsauswertung und Lageantizipation) durch. Das Projekt wurde nach drei Jahren erfolgreich beendet. SKALA wird künftig weitere Polizeibehörden unterstützen.

Die Prognoseerstellung am Delikt Wohnungseinbruchdiebstahl verlief für die Pilotbehörden Bonn, Düsseldorf, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen und Köln sehr positiv. Es konnten umfangreiche methodische Erfahrungen im Bereich der wissenschaftlichen Begleitung, Analyse und Evaluation gesammelt werden. Neben der Prognose von Wohnungs- und Gewerbeeinbrüchen sind zudem Prognosen für Kraftfahrzeugdelikte mittlerweile möglich. SKALA wird in diesem Jahr deshalb auf alle 16 Großbehörden in Nordrhein-Westfalen ausgeweitet. Für ländlichere Gebiete wird im Laufe des Jahres 2019 ebenfalls eine Lösung angestrebt.

Was wurde getan?

  • Ziel des Projektes SKALA war es, die Möglichkeiten und Grenzen der Prognose von Kriminalitätsbrennpunkten sowie die Effizienz und Effektivität darauf aufbauender polizeilicher Interventionen im Rahmen eines Pilotversuchs zu prüfen.
  • Das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen hat hierzu ein eigenes, unabhängiges System zur Kriminalitätsprognose entwickelt.
  • Die Modell- und Prognoseerstellung wurde für Wohnungseinbruchdiebstahl, Einbruchdiebstahl aus Gewerbeobjekten und Kraftfahrzeugdelikte durchgeführt.
  • Zur Prognose der Kriminalitätsrisiken wurden statistische Wahrscheinlichkeiten der ausgewählten Delikte auf Basis raum- und zeitbezogener Daten berechnet.
  • Die Berechnungsmodelle wurden transparent und im Detail nachvollziehbar erstellt.
  • Das im Projekt entwickelte Visualisierungs- und Auswertetool SKALA | MAP wird zukünftig allen Polizeibehörden des Landes Nordrhein-Westfalen zur Darstellung und Auswertung von Kriminalität – auch unabhängig von Kriminalitätsprognosen – zur Verfügung gestellt.

Was zeigen die Ergebnisse?

  • Die Einbruchwahrscheinlichkeit ist in ausgewählten Prognosegebieten häufig drei bis vierfach höher als in anderen Wohnquartieren eines Polizeibezirks.
  • Der Einfluss ausgewählter Variablen im Prognosemodell ist saisonal und je nach Polizeibezirk unterschiedlich.
  • Die Prognosegüte hängt entscheidend von der Qualität und zeitlichen Verfügbarkeit der Daten ab.
  • SKALA kann die Einsatzplanung von zentraler Stelle unterstützen und bietet neue Ansatzpunkte für die Kriminalprävention.

Detaillierte Ergebnisse sind dem veröffentlichten Abschluss- und Evaluationsbericht – jeweils in einer Kurz- und Langfassung – zu entnehmen.